
Der 7 Kapellen Radweg
So. 29.06. bis 02.07.2025
Eine Tour mit Charakter
Der Radweg im Dillinger und Augsburger Land verbindet sieben moderne Kapellen, die allesamt aus Holz gefertigt und von unterschiedlichen Architekten entworfen wurden. Sie fügen sich harmonisch in die umgebende Landschaft ein – manche so unauffällig, dass man leicht daran vorbeifahren kann, andere weithin sichtbar.
Neun Querbeetler machten sich mit Bio-Rädern und E-Bikes auf den Weg durch kleine Dörfer und weite Felder. Die Strecke führte über Asphalt, Waldwege – aber auch immer wieder über Schotter, was nicht wirklich gut war.
Das ausgegebene Höhenprofil erwies sich als treffend: Immer wieder ging es steil bergauf, gefolgt von schönen Abfahrten. Ein Hoch auf die Bio-Biker – sie haben die Herausforderungen souverän gemeistert!

Wetter, Wasser und Wegzehrung
Erschwerend kamen die Temperaturen hinzu: Wir erwischten die heißesten Tage des Monats mit deutlich über 33 Grad. Da war ein Sprung in einen Waldsee eine Wohltat!
Auch die gastronomische Versorgung war nicht einfach: es gab nicht viel und was es gab war oft geschlossen, sodass eine Mittagseinkehr leider entfiel. Selbst am Abend war nicht immer die Hotelküche geöffnet. Doch keine Sorge – wir sind nicht verhungert!
Tag 1 – Ankommen und Eintauchen
Treffpunkt war am Sonntagmittag in Donauwörth. Einige kamen mit dem Zug, andere mit dem Auto. Nach einem kühlen Begrüßungstrank startete eine Stadtführung: Donauwörth beeindruckte mit seiner Flusslandschaft zwischen Donau und Wörnitz sowie einer malerischen Altstadt mit mehreren Kirchen.
Nach der Stadtführung fuhren wir 7 km zum Hotel in Wörnitzstein. Dort suchten wir eine Badestelle an der Wörnitz – nur Rudi traute sich ins Wasser. Am Abend folgte ein kleiner Dschungel-Rundgang durchs Biotop (Wir fanden tatsächlich den Steinbruch!) und der Kapelle auf dem Kalvarienberg. Der Tag klang auf der Hotelterrasse (Biergarten) aus.
Tag 2 – Drei Kapellen und wenig Wasser
- Staab-Kapelle, Kesselostheim
- Pawson-Kapelle, Unterliezheim
- Lattke-Kapelle, Oberbechingen
Die vielgepriesene Klosteranlage Maria Medingen war nicht gastfreundlich zu uns. Wir brauchten dringend Wasser-Nachschub! Man verwies uns an den Gartenschlauch. Auch gut. Ein kurzer Stadtrundgang durch Gundelfingen schloss sich an. Das Abendessen fand in einer Pizzeria statt, da die Hotelküche leider geschlossen hatte.
Tag 3 – Kühler See und warme Gastfreundschaft
Am Morgen besuchten wir Lauingen mit Schimmelturm und Schloss. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher zur
Tempelanlage Apollo Grannus.
Danach ging es weiter:
- Engel-Kapelle, Peterswörth
- Huber-Kapelle, Emersacker
Spontan-Schwimmen im Waldsee! Eine Wohltat! Im Waldgasthof, unserer Unterkunft für diesen Abend, direkt beim Freibad von Wertingen, gab es bei unserer Ankunft etwas zu trinken am Minigolfplatz, den der Vater betreute. Wir saßen am geselligen runden Tisch mit dem Vater und weiteren Familienangehörigen und wurden gut versorgt.
Eine wahre überraschende Offenbarung war das Abendessen. Der Biergarten war eigentlich geschlossen, aber für uns 9 wurde gekocht, und wie! Rollbraten und Lende, Salatteller und Sülze. Und die Wirtin Manuela bezauberte uns – sie war aber auch wirklich aufmerksam, lebendig und frech-herzlich und kam bei unserer Abfahrt am Morgen extra um uns mit guten Wünschen zu verabschieden.
Tag 4 – Letzte Kilometer und Plattfuß-Pech
Am letzten Tag fuhren wir zu:
- Mäckler-Kapelle, Oberthürheim
- Jasarevic-Kapelle, Ludwigsschwaige
- Wasserschloss Kalteneck
An der Jasarevic-Kapelle erlitt Katharinas Fahrrad einen Platten. Schnell wurde ein Dorn aus dem Mantel entfernt und ein neuer Schlauch eingesetzt. Alles prima! Aber leider war noch 5 km schon wieder die Hälfte der Luft aus dem Reifen entwichen. Also nochmal aufpumpen, es waren ja nur noch 15 km bis zum Auto in Donauwörth. Ein Besuch des Wasserschlosses Kalteneck bescherte uns unverhofft kalte Getränke auf der Terrasse. Als wir wieder losfahren wollten war das Hinterrad zwischenzeitlich wieder komplett platt, so ein Pech! Da das Schloss nur 12 km von Donauwörth entfernt lag, blieb Katharina am Schloss sitzen und wurde später mit dem Auto abgeholt.
Fazit
Insgesamt legten wir rund 200 km zurück und bewältigten dabei ca. 1.300 Höhenmeter. Wir haben viel gesehen, viel geschwitzt, viel Wasser getrunken und zahlreiche Kapellen besichtigt.
Die Landschaft war abwechslungsreich und schön, die Gruppe harmonisch. Es war eine lohnende Tour mit vielen Eindrücken – sehr empfehlenswert!
Organisation und Text: Katharina
Fotos: Peter, Martin und Katharina
Bilder sagen mehr als 1000 Worte:





































































































